Meldung vom 25.02.2026

Namlos: Das Dorf der unbeugsamen Tiroler

"Heimatleuchten“ am Fr., 10.04., ab 20:15 Uhr

Weil Bürgermeister Walter Zobl vor knapp zehn Jahren bei einem Scherzanruf des Kabarettisten Gernot Kulis so reagiert hat, wie er reagiert hat, wurde das kleine Tiroler Bergdorf "Namlos" schlagartig berühmt. "Heimatleuchten“ mit einem sympathischen Portrait über "Namlos", das zwar seit Neuestem kinderlos, aber noch lange nicht aussichtslos ist.
Der Telefonstreich des Kabarettisten Gernot Kulis vor nunmehr zehn Jahren hatte es in sich: Im Namen der EU soll der Ort "Namlos" umgetauft werden - auf Schrankenlos, Geldlos oder gar Hirnlos. Was den Bürgermeister dermaßen reizt, dass er sich zur verhängnisvollen Aussage "Mir geht die EU am Arsch vorbei!" provozieren lässt. Ja, damit hat er seinerzeit halb Österreich zum Schmunzeln gebracht. Und Vielen aus dem Herzen gesprochen. Namlos, ein Bollwerk gegen EU-Bürokratismus, verkörpert durch den "Zobelix". Diesen Spitznamen verdankt Bürgermeister Walter Zobl seiner Stand- und Wehrhaftigkeit.

Des Bürgermeisters Ausspruch war allerdings gar nicht so vulgär, wie es sich für Außenstehende anhört. Denn von Namlos aus schaut man direkt auf einen Berg. Und der heißt tatsächlich "Arschberg" und wird gerade ordentlich verbaut, zum Schutz vor Lawinen. Ein Riesenprojekt für die kleine Gemeinde - durchgekämpft vom Bürgermeister. Und die mit Abstand größte seiner vielen "Baustellen", weil auch ein Schuldenberg! Der Zobelix regiert Namlos seit mittlerweile 30 Jahren. In dieser Zeit hat sich die Einwohnerzahl von 130 auf 65 nahezu halbiert. Vor kurzem ist auch noch eine fünfköpfige Familie weggezogen. Seither ist Namlos de facto kinderlos. Erfolgslos in Namlos, Herr Bürgermeister? Und alles aussichtslos?

Lichtblicke des Bürgermeisters
Nein, keinesfalls! Es gibt einige Lichtblicke am Namloser Horizont, wie beispielsweise die drei Buam des Vizebürgermeisters. Einer geschickter und fleißiger wie der andere. Doch ihre Zeit stecken die jungen Männer leider lieber in die Arbeit als in die Brautschau.

Geurlaubt, genossen - und gekauft
Die passionierten Tirol-Urlauber Ruth und Mike finden im Internet ein Haus, schlafen eine Nacht zur Probe drin und kaufen es nur eine Woche später. Sie flüchten so vor Stress, Lärm und Verkehr von Antwerpen ins Namloser Tal. Seit vier Jahren führen sie bereits mit Erfolg ein Gästehaus und sind voll integriert. Einst Gäste, jetzt Gastgeber!

Das Wirtshaus als Mittelpunkt des Dorflebens
Und wenn Dorfwirt Richard nicht so eine großartige Tochter hätte, die Tina, wer weiß, ob das letzte Wirtshaus nicht auch schon längst zugesperrt hätte. "Zsammhaltn müss ma", sagt der Dorfchef bei einem Schnapserl. Namlos ohne Wirtshaus… undenkbar! Also wird weiter durchgehalten.

Die größte Bäuerin im Dorf
Durchhalten ist auch die Devise von Melanie. Gemessen an ihrem Viehbestand von 40 Juraschafen ist die gelernte Bürokauffrau die größte Bäuerin im Dorf. Ihr Ziel? Einmal davon leben können. Jeden Cent steckt sie in die Landwirtschaft und das ewig alte Elternhaus.

Es sind diese unbeugsamen Tiroler, die an die Zukunft ihres kleinen Bergdorfes Namlos glauben. Und auch dafür kämpfen! Die Ära von Bürgermeister Zobelix geht jedenfalls noch bis 2028. Dann wird er 36 Jahre Bürgermeister gewesen sein. Nicht ausgeschlossen, dass er dann, mit Mitte Siebzig, noch einmal antreten wird.

Denn ohne Zobelix geht nix, oder?
Über „Heimatleuchten“
Heimat ist der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist, wo man sich wohl und zuhause fühlt. Zur Heimat gehören Bilder, Gerüche, Geschmack, Traditionen, die Familie und eine ganz bestimmte Landschaft. All das zeigt „Heimatleuchten“ – wie ein Buch voller Eindrücke, voller Geschichten und Erinnerungen. „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr ein Programm-Highlight bei ServusTV. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es bei ServusTV On.

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