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Ich, Bauer – Wir suchen keine Idylle

So., 20.09., ab 20:15 Uhr

Miriam Zimmermann und Erich Härtinger auf der Wiese
© ServusTV Bildredaktion
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Miriam und Erich bewirtschaften einen kleinen Nebenerwerbshof mit 40 Schafen und Ziegen. Doch der Hof liegt mitten im Wohngebiet von Telfs und kann nicht erweitert werden. Die Nachbarn stören sich an Fliegen und Geruch. Für das Paar ist klar: Eine neue Perspektive muss her – am liebsten ein neuer Hof.
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Eigentlich wünschen sich die Studentin und der Installateur nur ein erfülltes, wenn auch arbeitsreiches Leben als Vollerwerbsbauern. Doch ihr Hof liegt inzwischen mitten im Wohngebiet – und damit dort, wo Landwirtschaft kaum noch Platz hat. Als Erichs Großvater vor rund 60 Jahren den Stall neben dem Wohnhaus gebaut hat, lag das Anwesen noch außerhalb der Siedlung. Heute rücken die Wohnhäuser immer näher, die Nachbarn stören sich an Fliegen und Geruch, eine wirtschaftlich notwendige Erweiterung ist unmöglich.

Aufgeben ist keine Option
Dass Miriam und Erich trotzdem weitermachen, hat viel mit ihrer Haltung zu tun. Während andere ihnen raten, lieber Haus und Küche herzurichten, setzen sie andere Prioritäten. "Neues Haus ist super und neue Küche und das alles, aber das ist für uns scheißegal, weil uns sind einfach die Viecher wichtig, die sollen gesund sein und Futter haben und dann kommen wir. Wir haben halt einen Spinner, wir sind halt gern Bauern. Fertig", sagt Miriam. Für Erich hängt am Hof auch Familiengeschichte. Etwas außerhalb von Telfs besitzt seine Familie einen kleinen Bichl – Zwischenstation für die Tiere, bevor sie auf die Alm kommen. "Das ist der Platz von meinen Vorfahren, von meinen Eltern. Wir haben uns alles hart erarbeiten müssen bis hierher und es ist eigentlich immer noch viel zu wenig, als dass man davon leben könnte", sagt Erich. Der Traum vom Vollerwerb bleibt groß, doch die Realität ist eng: zu wenig Fläche, zu wenig Platz, zu viel Druck von außen.

Ein Platz für ihren Traum
Deshalb sucht das junge Paar nach einer neuen Perspektive – am liebsten nach einem Hof, den sie von einem Altbauern auf Leibrente übernehmen können. Ein Besuch bei einem Bergbauern in Vorarlberg macht Hoffnung. Dessen Hof hätte, was ihnen in Telfs fehlt: Zukunft, Eigenfläche und Platz für Tiere. Für Miriam wäre das mehr als ein Ortswechsel. "Mir taten zusagen, weil wir einfach froh sind, wenn wir etwas haben oder weiterführen können, was Zukunft hat, was Eigenfläche drum herum hat, wo man bleiben darf, wo man als Bauer bleiben darf!"

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