Meldung vom 03.03.2026

Hans Kammerlander: „Ich hätte mich entschuldigt und die Schuld gestanden.“

Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 2. März 2026

PW - 10 - Sport und Talk aus dem Hangar-7

Hans Kammerlander

© ServusTV / Christian Leopold / Neumayr
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Verantwortung am Berg, Moral im Grenzbereich und die Zukunft des österreichischen Skisports: Bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ diskutierten Hans Kammerlander, Ines Papert und Thomas Wanner über das Drama am Großglockner. Außerdem sprachen Mario Stecher, Philipp Schörghofer und Fritz Strobl über Nachwuchsprobleme und die Vision Olympischer Spiele in Österreich. Sport und Talk aus dem Hangar-7 ist ab sofort zum Nachschauen bei ServusTV On verfügbar.

BERGSTEIGEN


„Es war schon eine Überraschung. Das Urteil ist milde ausgefallen. Man hat sich gewundert, dass trotzdem die Berufung kam.“
Thomas Wanner war über die Berufung verwundert.

„Ich habe mich immer wieder gewundert und konnte es kaum glauben. Es war eine Kette von Fehlern, die normal nicht einfach so passieren können. Ich wäre als Betroffener hier sicher nicht in Berufung gegangen. Ich hätte mich entschuldigt und die Schuld gestanden.“
Hans Kammerlander sah ungewöhnliche Fehler.

„Sie waren an die 16 Stunden unterwegs. Dass der Kopf nicht mehr ganz da ist, ist klar, aber auch schwer nachzuvollziehen. Ethische Grundregeln oder Gesetzeslagen müssen dennoch eingehalten werden.“
Thomas Wanner erzählt.

„Vor allem waren die Schuhe absolut unbrauchbar. Das war der erste Fehler. Der Begleiter war kein Bergführer. Da ist die Schuldfrage eine andere. Der Hubschrauber hätte umdrehen können. Es gab viele Möglichkeiten, es sind sichtbare Fehler, die einfach so nicht passieren durften.“
Hans Kammerlander erzählte von vielen vermeidbaren Fehlern.

„In Paarsituationen gibt es oft ganz spezielle Dynamiken. Sie war für ihn zu langsam. Das dürfte in seiner vorigen Beziehung schon der Fall gewesen sein. Viele Frauen verlieren durchs Bergsteigen mit ihrem Mann dann auch den Spaß. Ich wurde eine selbstbestimmte Bergsteigerin dadurch, dass ich mit anderen Frauen meine Rolle am Berg gelebt habe.“
Ines Papert über die Hintergründe der Beziehung.


„Das Wort ‚Zeitmarker‘ höre ich heute zum ersten Mal. Der Zeitpunkt des Starts ist entscheidend. Man muss Entscheidungen treffen. Es gibt den ‚point of no return‘. Der Aufstieg ist viel einfacher als der Abstieg. Da spielt Erfahrung eine große Rolle. Früher Aufbruch ist ein Zeichen für maximale Sicherheit.“
Ines Papert bringt viel Erfahrung mit.

„Der Start um 6:45 war zwar nicht optimal, aber auch nicht sehr spät. Er wurde auch freigesprochen diesbezüglich. Man hätte sich früher überlegen müssen, ob man im Zeitplan ist. Am Frühstücksplatz ging der Wind, man war zu spät dran. Da hätte man die Entscheidung treffen müssen, dass es nicht weitergeht.“
Thomas Wanner hätte sich ein Umdenken erwartet.

„Man weiß nicht, wie erschöpft sie waren. Vielleicht war Unterkühlung im Spiel. Alles andere ist für mich schwer zu verstehen, wirkt wie übertriebener Ehrgeiz.“
Ines Papert rätselt.

„Ich möchte niemals mit der Hilfe der Bergrettung rechnen. Das war die größte Niederlage meines Lebens und dennoch bin ich dankbar, dass es diese Leute gibt.“
Ines Papert über ihre größte Niederlage.

„Er war der Erfahrenere. Wenn ich sehe, dass meine Partnerin so erschöpft ist, gibt es dafür keine Erklärung oder Entschuldigung.“
Ines Papert sieht die Verantwortung beim Erfahreneren.

„Der Erfahrene trägt die Verantwortung für den Schwächeren. Mit dieser Einstellung muss er den Schwächeren begleiten. Die moralische Verantwortung müsste da ausgenutzt werden. Die Entscheidung muss zugunsten des Schwächeren getroffen werden.“
Ines Papert hat eine klare Vorstellung.

„Ich bin entsetzt, wie leichtfertig die Menschen mit der Hilfe der freiwilligen Bergrettung umgehen. Für mich war das ein No-Go und wäre die größte Niederlage gewesen. Wir setzen das Leben von anderen Menschen aufs Spiel für unseren eigenen Erfolg.“
Ines Papert wollte nie auf die Bergrettung zurückgreifen.

„Das ist mir früher schon auch sehr schwergefallen. Es waren Sachen, die ich gemacht habe, über die ich mich heute wundere. Ich habe Gewitter ignoriert, auf Seile verzichtet, in denen ich nicht einmal hätte sein sollen. Das Umkehren habe ich von Reinhold Messner gelernt. Ich habe beim schönsten Wetter am K2 umgedreht. Dann bin ich noch einmal gescheitert und habe es ein drittes Mal versucht.“
Hans Kammerlander musste das Umkehren erlernen.

„Ich bin ins Bergsteigen gekommen, da hieß es, dass der Erfahrene automatisch verantwortlich ist. Damit bin ich gewachsen und habe irgendwann selbst Verantwortung übernommen. Das ist eine Grundvoraussetzung, dass mein Gegenüber weiß, was in einer Notsituation zu tun ist. Das Vertrauen wird durch eine Seilschaft geprägt, wenn man sich verlassen kann. Ich habe mein Leben fast bei einer Lawine im Zelt verloren. Ich hatte Glück und konnte das Zelt verlassen. Das war mein erster und letzter Versuch eines Achttausenders. Dagegen ist der Glockner ein Spaziergang im Garten. Oft überschätzen sich Männer, Frauen unterschätzen sich immer.“
Ines Papert war bei einem Achttausenderaufstieg in Lebensgefahr.


OLYMPIA

„Wir sehen sicher nicht so alt aus. Vincent Kriechmayr ist immer noch bereit, große Erfolg zu feiern, wie er das über viele Jahre gemacht hat. Er wird entscheiden, wie er weitermacht. Es muss aber ein Mix sein. Ein gewisses Alter ist nicht zu alt, um guten Sport zu zeigen. Man macht es sich zu leicht, wenn man nur nach dem Alter geht.“
Mario Stecher sieht das Team nicht grundsätzlich zu alt.


„Es muss sukzessive wieder vorangehen. Wenn die Arrivierten den Skischuh an den Nagel hängen, haben wir wieder ein Problem. Im Schatten dieser können sich Junge noch besser vorbereiten und im Sog der Großen schon Ergebnisse liefern.“
Mario Stecher über die Wichtigkeit der Routiniers im Team.

„Wir dürfen uns nicht schlechtreden, wir sind gut aufgestellt. Unsere Ski-Talente gewinnen das Longines Cup Nachwuchsrennen am Ganslernhang seit Jahren regelmäßig. Wir brauchen Vertrauen in diese jungen Fahrer. Aber die junge Athletin, der junge Athlet braucht viel Zeit. Dann können wir auch den Schritt Richtung Weltspitze machen.“
Mario Stecher sieht den Unterbau.

„Konzept 2030 ist jenes, das die jungen Leute auf Schiene bringt. Wir wollen einen österreichischen Weg gehen. Der Spaß gehört dazu. Eines der wichtigsten Dinge ist trotzdem, zwischen den Stangen schnell zu sein. Man muss Fehler zulassen. Man kann nicht wie der Ausbildner fahren. Die darf man auch in jungen Jahren machen.“
Mario Stecher über Fehler, die junge Fahrer machen dürfen.

„Wenn wir gegen andere Nationen mit 13, 14 Jahren die Besten haben, ist der Grundstock nicht schlecht.“
Mario Stecher glaubt an den ÖSV-Nachwuchs.


„Die Schweizer haben unser System vor ein paar Jahren kopiert. Wir brauchen jetzt wieder ein neues System, um wieder schlagkräftig zu sein. Auch im Europacup spiegeln sich aber dieselben Ergebnisse wider. Wichtig ist, dass der Sport auch in den Schulen wieder mehr Stellenwert bekommt. Wenn du in keine Schwerpunktschule gehst, ist das nicht der Fall.“
Philipp Schörghofer fordert Sport in den Schulen.

„Kinder können sich schon von klein auf messen. Wenn man beim Fußball die Tore nicht zählt, macht es keinen Sinn. Auch beim Skifahren will man der Beste sein. Von Allmen oder Franzoni zeigen vor, dass man auch Spaß haben kann. Das Vertrauen brauchen die Eltern, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind. Das Geld von oben könnte man einmal einsparen und unten verwenden.“
Fritz Strobl sieht den Wettkampf für junge Fahrer als essenziell.

„Im Sport kann es oft schnell gehen. Im Skisport muss man reif werden, Muskulatur aufbauen und so weiter. Das geht nicht von heute auf morgen.“
Mario Stecher wagt keine Prognose ob der aktuellen ÖSV-Jugend.

„Es gab in den letzten Jahren einen Wechsel der sportlichen Leitung. Christian Mitter weiß, wovon er spricht. Ich kann versichern, dass man in Norwegen bis auf zwei Monate Ski fährt. Aber mit Spaß. Das gehört dazu.“
Mario Stecher über die Einblicke von Christian Mitter.

„Ich sehe Christian Mitter fast lieber noch einmal als Trainer. Er hat es wirklich drauf.“
Philipp Schörghofer ist Fan von Christian Mitter.

„Andere Länder haben sich weiterentwickelt und haben nun mindestens das Level vom ÖSV. Das ist anders als früher.“
Mario Stecher über die Entwicklung und den Aufholbedarf der Konkurrenz.

„Es gab kein italienisches Speedteam. Da gab es Paris und sonst nichts. Jetzt sind sie verstärkt da. Auch unsere werden wiederkommen.“
Philipp Schörghofer sieht immer wieder Schübe von Siegläufern.


„Es waren spannende Bewerbe. Die Sportart hat alles dafür getan, dass sie salonfähig bleibt. Die FIS ist dahinter, dass die nordische Kombination olympisch bleibt. Man muss sagen, dass es wohlwollend aufgenommen wurde. Die Gespräche mit Karl Stoss waren gut. Keine einzige Sportart ist bei Olympischen Winterspielen davor gefeit, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei ist. Denn Winter ist nicht überall.“
Mario Stecher über den Wertverlust seiner selbst ausgeübten Sportart, der nordischen Kombination.

„Ich blühe natürlich für diese Idee. Es könnte einen unglaublich wertvollen Input für unsere Jugend geben. Wo, wenn nicht in Österreich? Wintertechnisch sind wir toll aufgestellt. Wir haben alles zu bieten und ich würde es sehr empfehlen.“
Mario Stecher spricht sich für olympische Spiele in Österreich aus.

„Meine Kinder haben jetzt zum ersten Mal so richtig olympische Spiele miterlebt. Andere Sportarten zu sehen, war sehr spannend. Das wäre in Österreich sicher sensationell … für die Gesellschaft, für die Kinder.“
Philipp Schörghofer sieht olympische Spiele im eigenen Land als große Chance.
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