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Bäriger Winter – Von Hall ins Karwendel

"Heimatleuchten" am Fr., 04.12., ab 20:15 Uhr

Lukas AIchhorn und Michael Nock posieren für ein Foto

© ServusTV / Eduardo Gellner
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Nicht nur Maria und Michael Reitmeier von der Weidener Hütte haben ihr Glück gefunden. Auch Pater Justus aus Tansania fühlt sich hier längst zu Hause und bezeichnet sich selber schon als "waschechten Tiroler". "Heimatleuchten" geht auf Entdeckungsreise in die Region Hall-Wattens und die Silberregion Karwendel – im Herzen des Unterinntals.
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Im Winter ist die Engalm, mitten im Karwendelgebirge, tief verschneit und verlassen. Bauer Martin Höger-Nock und Hansjörg Reiter-Marterer kommen einmal im Monat mit dem Schneemobil herauf, um die Käselaibe im Kaskeller zu schrubben und zu wenden. Die Sonne kommt hier erst spät über die Berge. So bleibt die Langlaufloipe gut erhalten. Manfred Reindl spurt seit drei Jahrzehnten die 30 Kilometer lange Loipe bis in den Talschluss.
Hoch über Hall in Tirol wird auf über 2.600 Metern seit 90 Jahren die Glungezerhütte betrieben. Seit 2024 führt sie Tshering Lama Sherpa, Cousin des verunglückten Bergsteigers David Lama.

Im Tal steht seit 1680 die „Bretze“. Früher bezahlten Künstler ihre Zeche mit Werken, noch heute hängen die Originalgemälde in den Stuben. Wirt Kurt Duracher kocht selbst und serviert Gerichte aus seiner Kindheit. Blutknödel zum Beispiel.
Nur wenige Kilometer weiter hackt Pater Justus Mwalemba vor dem Benediktinerkloster St. Georgenberg Holz zum Heizen. Der Tansanier trägt Lederhose, jodelt und bezeichnet sich als „waschechten Tiroler“. 

In Schwaz schleift Andreas Vylet Messer. „10 bis 20 Mal in der Woche schneide ich mich. Das wächst aber sofort wieder zu“, meint er. Seine älteste Maschine ist über 100 Jahre alt. Am Talschluss des Nafingstals schupfen Michael Reitmeir und seine Frau die Weidener Hütte. Hier hat er ihr auch den Heiratsantrag gemacht.

Am Glungezer geht es auf handgefertigten „Klumpern“ den Hang hinunter. Fritz Gaber baut die kleinen Holzrodeln noch selbst. In der Wattener Lizum ist für Lukas Aichhorn die Welt in Ordnung. Für den Bergkäse muss er manchmal in den „Kasbunker“ bei Volders, abends geht es bei gutem Wetter zur Mondscheinskitour und in Thaur ziehen schließlich die Muller durch die Bauernstuben und vertreiben den kalten Winter.

Über „Heimatleuchten“
Heimat ist der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist, wo man sich wohl und zuhause fühlt. Zur Heimat gehören Bilder, Gerüche, Geschmack, Traditionen, die Familie und eine ganz bestimmte Landschaft. All das zeigt „Heimatleuchten“ – wie ein Buch voller Eindrücke, voller Geschichten und Erinnerungen. „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr ein Programm-Highlight bei ServusTV. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es bei ServusTV On.

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