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Arda Saatci: „Ich liebe es, den Schweinehund zu besiegen. Wenn ich nicht trainiere, fühle ich mich dreckig.“

Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 21. September 2026

Arda Saatçi
© ServusTV / Manuel Seeger
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was passiert, wenn Körper und Kopf an ihre Grenzen kommen? Arda Saatci blickte auf sein extremes Laufprojekt "Red Bull Cyborg Season – Ultra 600" zurück und sprach gemeinsam mit Dominic Thiem, Imke Salander, Gzim Ferizi und Paul Miller über mentale Stärke, Zweifel und Motivation. Außerdem spricht Dominic Thiem über die US Open und Sascha Zverev, den Davis-Cup-Erfolgs und Österreichs Titel im Nachwuchstennis. Die Sendung ist ab sofort bei ServusTV On verfügbar.
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Arda Saatci


„Erst nach der zweiten, dritten Nacht habe ich zehn Stunden am Stück geschlafen. Der Kopf hat noch sehr gerattert. Es hat dann zwei Wochen gedauert, bis der Rhythmus wieder da war. Ich habe viel reflektiert. Es ist super. Die ersten Wochen hatte ich angeschwollene Füße und Entzündungen. Nach zehn Tagen bin ich aber wieder ins Training eingestiegen.“
Arda Saatci hat nach seinem Lauf lange gebraucht.

„Nach dem Traum vom Profifußballer hatte ich ein gebrochenes Herz, bin in eine Depression gefallen. Ich habe mit Einzelsport, Boxen, angefangen, habe dann mit dem Laufen begonnen. Ich wollte die Kontrolle über mich behalten, wollte immer ein bisschen mehr machen und immer meinen Schweinehund überwinden.“
Arda Saatci wollte Profifußballer werden.

„Mir ist es wichtig, wie ich auf andere wirke. Ich bin mir bewusst, dass sich viele etwas abschauen und inspiriert sind. Ich möchte ein Vorbild sein und möchte Disziplin, Motivation, Dankbarkeit und Bodenständigkeit vermitteln. An alle Jugendlichen: Schätzt eure Eltern! Ich versuche, nahbar zu sein. Das Leben ist kein Fahrstuhl. Ich nehme gerne die Treppe. Ich will nach den Sternen greifen und mein Bestes geben. Meine Familie ist das A und O. Ich führe zu Mama und Papa eine andere Art von Beziehung und liebe sie über alles.“
Für Arda Saatci ist die Familie alles.

„Ich musste meine Hausroute ändern. Da gibt es aber Schlimmeres. Ich beschwere mich nicht. Auch in Salzburg funktioniert inkognito nicht mehr ganz so gut.“
Arda Saatci ist bekannt.

„Dieses Eis wird für immer in meinem Kopf bleiben.“
Arda Saatci über das gegessene Eis mit seiner Mutter nach dem Zieleinlauf.

„Es war eine extreme Herausforderung. Es hat sich angefühlt wie Monate. Die fünf Tage waren ein unbeschreiblicher Druck. Gott sei Dank ging es gut aus. Wir wollten allen gerecht werden.“
Gzim Ferizi war beschäftigt.

„Die Stimmen im Kopf sind sehr laut. Die soll man auch nicht ausblenden. Man soll sich mit ihnen unterhalten. Daran wächst man. Man lernt sich persönlich kennen.“
Arda Saatci erzählt.

„Schlafmangel war das Härteste. Auf Dauer war es auch schwer, die Kalorien reinzubekommen. Ich habe 10.000 Kalorien zu mir nehmen müssen, ich hätte aber 15.000 Kalorien zu mir nehmen müssen. Am Ende habe ich fünf Kilo abgenommen und wurde immer müder.“
Arda Saatci über die Nahrungszufuhr.

„Ich habe Everesting gemacht. Das ist ein Tausendstel von dem, was er gemacht hat. Man fragt sich, wieso man das macht. Dieser Zieleinlauf setzt dann trotzdem so viel Energie frei.“
Dominic Thiem kann Saatcis Passion nachvollziehen.

„Ich liebe das Gefühl nach dem Training. Ich bin nicht immer geil darauf. Ich liebe es, den Schweinehund zu besiegen. Wenn ich nicht trainiere, fühle ich mich dreckig. So ist es wie mit dem Training. Ich liege auch gerne im Bett. Aber ich stehe auf und mache meine Einheit.“
Arda Saatci.

„Ich habe mir während der Challenge hundert Mal gedacht, dass es das letzte Mal war. Dann kam das Gefühl, als ich es wieder gelesen habe, dass ich es nochmal machen will. Ich wollte auch meine Zeit verbessern. Dieses Runners High hielt danach auch zwei Tage an.“
Dominic Thiem erzählt von einer Wiederholungstat.

„Wir hatten ein Krisenteam. Ein Abbruch war kein Thema, aber eine Pause. Wir haben viele Szenarien durchgearbeitet. Wir wären danach eines nach dem anderen durchgegangen.“
Gzim Ferizi über eine heikle Situation.

„Ich bin alleine wie ein Zombie herumgelaufen. Es macht es nicht besser, wenn das Team das auch tut. Ich brauchte kühle Köpfe.“
Arda Saatci wollte, dass sein Team fit ist.

„Es war für alle total emotional. Wie konnte er glauben, dass er jemanden enttäuscht? Das kannst du einem Sportler in dem Moment aber nicht erklären. Der eigene Anspruch ist wichtig.“
Imke Salander kann sich in das Gefühl des Versagens hineinversetzen.

„Mentale Stärke wird im Sport immer öfter thematisiert. Wir sehen das kontextbezogen und als eine Herausforderung. Es ist wichtig, dass es nicht nur Fähigkeiten sind, die man hat oder nicht. Das kann man sich auch erarbeiten.“
Paul Miller erzählt von der Wichtigkeit mentaler Stärke.

„Es ist ein komplexes Thema. Ich bin auf den Platz gegangen, habe davor alles dafür gemacht und konnte mir nichts vorwerfen. Nur so konnte ich meine mentale Stärke abrufen. Das Vertrauen in mich selbst musste ich mir erarbeiten.“
Dominic Thiem erklärt mentale Stärke während seiner aktiven Zeit.

„Ich arbeite täglich an der mentalen Komponente. Ich führe seit Jahren Tagebuch, schreibe mir Leitsätze und Triggerpunkte in schweren Momenten auf, damit ich den Fokus nie verliere.“
Arda Saatci legt Wert auf Selbstreflexion.

„Für mich waren Mätzchen nicht wichtig, den Gegner zu verunsichern. Sondern eher um mich selbst wieder ins Spiel zu bringen. Mit Toilettenpausen nach Sätzen zum Beispiel. Viel Spielraum gibt es aber nicht. Ich habe es dann versucht, es mit mir selbst auszumachen.“
Dominic Thiem versuchte, alleine durch schwierige Situationen zu kommen.

„Red Bull BassLine ist der perfekte Start für die Erste Bank Open. Es ist ganz anderes Tennis, wird richtig cool. Wenig Pausen, viel Musik. Ich kann es kaum erwarten, hoffe, dass alle einschalten werden.“
Dominic Thiem über das Red Bull BassLine Tie-Break-Turnier in der Wiener Stadthalle.

Hier geht es zur Dokumentation "Arda Saatci läuft und läuft und läuft bei ServusTV On!


Tennis

„Was er unter dem Druck geleistet hat, war beeindruckend. Er war der beste verbleibende Spieler im Raster. Wie souverän er das zu Ende gespielt hat, war beeindruckend. Alcaraz und Sinner ausgenommen ist er sicher der beste Spieler. Er will sicher die Nummer eins. Es kommt auf die anderen beiden an. Nächstes Jahr hängt einiges auch von ihnen ab. Er kann sie schlagen, aber es wird schwer. Wenn sie ausfallen oder nicht ihr bestes Tennis zeigen, ist er Favorit. Er scheint super fit und robust zu sein, ist immer verletzungsfrei. Das ist im heutigen Tennis das Wichtigste.“
Dominic Thiem sieht Alexander Zverev als ersten Verfolger von Alcaraz und Sinner.

„Es ist eine Wahnsinnsleistung. Das ein zweites Mal zu schaffen und eine Top-Nation wie Belgien zu schlagen, ist richtig cool. Hoffentlich gibt es etwas mehr Losglück als im letzten Jahr. Das Team ist richtig stark, alle wachsen über sich hinaus und mit Losglück ist viel drinnen. Italien in Bologna zu bekommen, wäre das Schlimmste.“
Dominic Thiem über den Davis-Cup-Erfolg am vergangenen Wochenende.

„Jeder kennt das Event. Zwei Österreicher waren im Finale, das Doppel haben sie gemeinsam gewonnen. Besser geht es nicht.“
Dominic Thiem über die Nachwuchshoffnungen Thilo Behrmann und Florian Zimmer und ihre Erfolge bei der U18-European-Championship in Oberpullendorf.

Die aktuelle „Sport und Talk aus dem Hangar-7" Sendung ist auch bei ServusTV On verfügbar.


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