Meldung vom 10.02.2026
OLYMPIA
„‚Benninator‘ wäre zu viel. Dafür müsste ich noch einen Sturz überleben, der eigentlich nicht zu überleben ist. Ich habe 25 Jahre auf diese Pose gewartet. Gestern war der richtige Zeitpunkt. Ein Tribut an Hermann Maier. Ich wollte unbedingt gewinnen, hatte meine Emotionen im Rennen vorher extrem im Griff.“
Benjamin Karl plante die Jubelpose lange.
„Ich hatte immer dieses Ziel und habe dem nachgejagt. Nach Peking haben es mir die Menschen immer noch nicht zugestanden. Jetzt langsam kommt dieser Legendenstatus. Es ist eine Ego-Geschichte. Was bringt es mir, der Größte der Welt zu sein? Wenn man sich der Herausforderung stellt, will man der Größte der Welt sein. Das war mein Ziel, das habe ich verfolgt.“
Benjamin Karl wollte den maximalen Erfolg.
„Ich bleibe mein Leben lang Sportler, bewege mich sehr viel. Der Mensch gehört bewegt. Alles andere steht in den Sternen. Ich liebe das Snowboarden, ich liebe das Radfahren. Am Ende der Saison werde ich mich neu ausrichten.“
Benjamin Karl lässt seine Zukunft offen.
„Ich habe kurz an eine Disqualifikation gedacht. Dann ging es viral. Es war die beste Werbung für unseren Sport. Das freut mich sehr. In der Zeit, wo unser Sport an der Kippe steht.“
Benjamin Karl.
„Eine feige Nudel ist er schon. Sein Halstuch ließ er oben.“
Armin Assinger scherzt.
„Das Ego spielt immer mit. Sonst kann man solche Visionen und Erfolge nicht erreichen.“
Thomas Morgenstern.
„Sie hat so viel investiert in das Comeback, hat es auch geschafft, war vorne dabei. Schon vor zehn Tagen ist es blöd zusammengelaufen. Als man nur ihre Schreie gehört hat, hatte ich Gänsehaut. Ich hatte sowas oft und konnte mich da gut hineinfühlen, was sie erlebt haben muss.“
Armin Assinger fühlte mit.
„Jeder hat auf sie gewartet. Von den Amerikanern war das eine riesige Party. Familie, Freunde, auch Snoop Dogg war da. Es war dann totenstille und hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Es hat alles toll und schnell funktioniert, aber das Warten hat gefühlt ewig gedauert. Das ist nie schön anzusehen. Familie, Mama und Papa sind drei Meter weg gesessen. Das war nicht schön.“
Thomas Morgenstern war live vor Ort.
„Das wünscht man keinen. Sie hat sich so gut darauf vorbereitet, hat den Jüngeren gezeigt, wie schnell man sein kann. Sie war in ihrer ersten Karriere ein Vorbild. Die Mädels haben ihr auf die Füße geschaut. Das konnte sie schon zu meiner Zeit. Der Traum ist wie eine Luftblase geplatzt. Das war eine schlechte Stimmung im Ziel. Es kam auch keine Stimmung mehr auf. Das Rennen war als Zuseherin dann sehr komisch weiterzuverfolgen.“
Michaela Dorfmeister war nicht mehr in Olympia-Stimmung.
„Lindsey Vonn war eine Persönlichkeit im Skisport. Man hat ihr die Daumen gedrückt. Es war verrückt, dass sie noch fährt. Es musste nicht sein und es ging nicht auf. Sie tut mir leid, hat sich das nicht verdient. Ich habe viele Stürze gesehen, aber hier hat man das Schlimmste befürchtet. Das eine ist die Herausforderung eines Sportlers, wenn er etwas Besonderes gewinnen will. Das andere ist, dass sie auch schon alles erreicht hatte und sich sparen hätte können, noch einmal zu fahren.“
Robert Seeger sieht Vonns Comeback nüchtern.
„Ich bin schon der Meinung, dass es das Knie ist. Man muss das aufholen. Sie hat rechts hinten eine Teilprothese. Das linke Knie ist gesund. Sie ist auch links immer mehr gelandet, um rechts zu entlasten. Der Sturz in Crans-Montana ist auf einen Fahrfehler zurückzuführen, und sie lädiert sich dort das linke Knie. Jetzt muss sie sich aufs rechte Knie verlassen, weil das andere kaputt ist. Das hast du im Hinterkopf. Viele fahren ohne Kreuzbandriss. Hans Müller hat Fußball gespielt. Auch ich habe Rennen gewonnen. Aber nicht in so kurzer Zeit. Die Balance hat nicht gestimmt. Es kann sein, dass sie versuchte, Druck zu geben, aber das Knie nicht reagiert hat. Es hat nicht alles funktioniert, um das kaputte Kreuzband zu entlasten. Dann beißt der Ski und sie erwischt das Tor. Als sie da abgehoben hat, hat sie das am falschen Fuß erwischt. Sie konnte das nicht mehr vermeiden. Ein gerissenes Kreuzband kannst du nicht wegstecken. Wenn das andere auch angeschlagen ist – das geht nicht. Andere mögen anderer Meinung sein. Ich glaube, das sehr gut nachvollziehen zu können.“
Armin Assinger glaubt schon an eine Schuld des kaputten Kreuzbands.
„Ich bin auch Armins Meinung. Sie kam schnell hin, bekam einen Gegendruck. Beim Tor ist sie mit der Hand eingefädelt. Was ihr den Fuß brach, war die Schiene im Knie. Dadurch hat sich das Knie durch die 90-Grad-Neigung bewegt und war nicht so stabil.“
Michaela Dorfmeister über eine weitere These.
„Was bleibt, ist das großartige Comeback in diesem Alter. Alle waren skeptisch. Auch ich dachte mir, wie das gehen soll. Sie ist eine herausragende Persönlichkeit. Das war dann vielleicht auch Schicksal. Die Geschichte, die sie schreiben wollte, hat eben nicht funktioniert. Vielleicht auch Ironie des Schicksals. Der letzte Schritt ist nicht gelungen.“
Armin Assinger sieht eine heroische, eine tragische Geschichte.
„Meine Kritik war, dass, wenn sie einmal in so eine Situation mit dem lädierten Knie kommt, es kritisch wird. Hut ab davor, was sie vorher geleistet hat. Wir spielen nicht Darts oder Billard. Das ist Hochleistungssport. Ich habe mich gefragt, ob sich das auszahlt. Für sie war es so, und sie ist volles Risiko gegangen.“
Michaela Dorfmeister glaubt, dass Vonn ihrem Körper zu viel zumutete.
„Snoop Dogg wäre ohne Lindsey Vonn nie da gewesen. Er bringt ihren Namen ins Gespräch. Die Vonn-Foundation war vor uns auf der Tribüne. Sie hat viel im Leben geschafft, braucht sich nichts vorzuwerfen. Das ist ein schwerer Schicksalsschlag, und sie wird das Beste draus machen. Sie wird sich neu formatieren, und wir werden wieder einiges von ihr hören, wenn auch nicht im Skisport. Sie war und ist sehr wertvoll im Skisport.“
Michaela Dorfmeister über den Impact von Lindsey Vonn.
„Für mich war es als Kind schon ein Traum, als ich es im Fernsehen gesehen habe. Das war das Größte als Sportler. Jeder träumt davon. Das habe ich dreimal miterleben dürfen. Ich lag auf der Intensivstation, wollte unbedingt in Sotschi starten. Jeder hat mich für verrückt erklärt. Ich wollte ein positives Gefühl vermitteln. Ich habe schlecht Luft bekommen und hatte Kopfweh, konnte meinen Knopf nicht drehen, habe mir aber nichts gebrochen oder gerissen. Ich habe das gebraucht, so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Ich wusste, dass die Leistung nicht perfekt sein wird, aber ich wollte einfach dort starten. Ich hatte durch die Ärzte einen super Rückhalt.“
Thomas Morgenstern über das Alleinstellungsmerkmal „Olympia“.
„Mit der Abfahrt hat er sich versöhnt. Die Traverse war besser als in der Spezialabfahrt. Zwei Routiniers haben eine Medaille geholt. Ich finde es cool, wenn da zwei auf dem Podest stehen.“
Michaela Dorfmeister über die Leistungen von Kriechmayr und Feller.
„Ich habe Manuel viel zugetraut, aber meine Leistung war sehr bescheiden.“
Vincent Kriechmayr.
„Das war unendlich wichtig. Nach der Abfahrt hat es nicht gut ausgeschaut. Es war eine tolle Performance. Dass Haaser und Matt Dritter werden, ist fast schon wieder unglücklich. Auf die zwei dürfen wir nicht vergessen.“
Armin Assinger hätte sich noch eine Medaille mehr erhofft.
„Für Conny ist alles drinnen. Auf so einer schweren Abfahrt wie in Cortina ist es so lässig zuzusehen. Die Mädels kämpfen, sind immer wieder in der Luft. Das macht eine tolle Abfahrt aus. Aicher und Johnson waren nicht auf der besten Linie, aber sie haben es wie Götschl gemacht.“
Michaela Dorfmeister über die Abfahrt von Cortina.
„Es war alles möglich. Von drei bis keine Medaillen. Eine tolle Leistung von Embacher. Hörl hat mit dem Aufsprung zu kämpfen. Morgen gibt es wieder eine neue Chance. Dann bin ich eh wieder unten.“
Thomas Morgenstern über die Leistung der ÖSV-Adler.
„Die zwei Goldenen von Nagano bedeuteten mir nach dem Sturz am meisten. Ich war noch ein Frischgefangener. Mir ist nie was auf der Piste passiert. Für mein restliches Leben war der Motorradunfall ein riesiger Einschnitt.“
Hermann Maier blickt zurück.
„Olympia stand weit über Kitzbühel. Die haben immer eine Euphorie entfacht. Kitzbühel hast du jedes Jahr.“
Hermann Maier.
„Ich habe immer noch Gänsehaut, es lebt momentan extrem auf. Das ist mein Leben.“
Michaela Dorfmeister über ihren Erfolg in Turin.
FUSSBALL
„Baumi hat wieder bestätigt, dass er ein Schlüsselspieler ist. Die Mitnahme beim zweiten Tor war herausragend.“
Marcel Schäfer über Christoph Baumgartner.
„Die Vorfreude ist groß. Der Pokal ist der kürzeste Weg nach Europa und zu einem Titel. Wir haben bewiesen, dass die Bayern zu schlagen sind. Wir wollen das probieren. Wir freuen uns auf die Partie am Mittwoch.“
Marcel Schäfer ist heiß auf den Showdown gegen Bayern.
„Baumgartner ist Schlüsselspieler bei Leipzig. Konrad Laimer ist es bei den Bayern. Er hat jetzt verletzt gefehlt. Der war schon ein Stabilisator. Der hat definitiv gefehlt. Lothar Matthäus meinte, dass er der beste Rechtsverteidiger Europas ist.“
Christian Falk über die österreichischen Legionäre.
„Wir bereiten uns intensiv vor. Wir müssen bei uns bleiben und unsere Stärken auf den Platz bringen. Wir haben bereits gesehen, dass wir sie schlagen können. Die Bayern werden aber sicher auch eine Gier haben, nach den letzten Jahren wieder den Pokal zu holen.“
Marcel Schäfer erwartet hungrige Bayern.
„Wir hatten einen großen Umbruch im Sommer. Xavi, Openda und Sesko. Wir haben besprochen, wie wir das auffangen können. Wir haben auf Baumi gebaut. Er gibt uns am Platz und auch daneben viel zurück. Wir sind von dem Weg mit ihm überzeugt.“
Marcel Schäfer über die Rolle Baumgartners.
„Baumi war durch Xavi blockiert. Er entfaltet sein Vertrauen. Er ist ein Führungsspieler, du kannst nur führen, wenn du von Beginn an spielst und das Vertrauen des Trainers hast. Er erinnert mich jetzt an Sabitzer in seiner Prime.“
Christian Falk über Christoph Baumgartner.
„Mir hilft jetzt meine Erfahrung. Es geht nicht nur nach oben. Ich versuche, mir nicht zu viel Kopf zu machen. Ich bin heuer gut reingekommen, habe sehr viel Vertrauen gespürt. Das war in den Vorjahren vielleicht nicht immer so.“
Christoph Baumgartner freut sich über mehr Vertrauen.
„Beim Nationalteam sind wir wirklich Freunde. Wir haben auch neben den Lehrgängen viel Kontakt. Ich hoffe, dass wir den Spirit beibehalten können.“
Christoph Baumgartner über den Zusammenhalt innerhalb des ÖFB-Teams.
„Gegen Messi zu spielen, ist ein Traum. Ich würde zu einem Trikottausch nicht ‚Nein‘ sagen. Vielleicht hat er ja auch sieben, acht Trikots mit.“
Christoph Baumgartner.
„Ich schätze nicht nur seine fußballerischen, sondern auch seine charakterlichen Fähigkeiten. Dass er sich nicht für Musik oder Tennis entschieden hat, kommt uns aktuell zugute.“
Marcel Schäfer scherzt.
„Wenn Leipzig ihn gehen lässt, machen sie einen großen Fehler. Er ist wie ein toller Neuzugang. Er ist ein Musterprofi, ein super Typ. Eine Führungsfigur, kein Schreihals. Er ist ein bemerkenswert guter Spieler.“
Marcel Reif lobt Baumgartner.
„Die Bayern waren noch nicht dran. Sie kaufen gern in Leipzig ein. Jetzt gibt es Gerüchte zu Xaver Schlager, der nicht verlängert. Da kann schon immer was reinflattern.“
Christian Falk über die Gerüchte um Xaver Schlager.
„Wir haben Gespräche geführt. Über die gegenseitige Erwartungshaltung und das Rollenverständnis. Er ist in einem Alter, wo er was Neues probieren möchte. Ich kenne ihn lange, habe ihn von Salzburg nach Wolfsburg geholt. Es sind Entscheidungen, die zu respektieren sind.“
Marcel Schäfer über die gescheiterten Vertragsverhandlungen mit Xaver Schlager.
„Was Laimer bei den Bayern bringen soll, fehlt etwas. Was Schlager gegen den Ball mitbringt, würde passen. Er ist eine Pressingmaschine. Der Vorschlag von Lothar Matthäus ist sinnvoll.“
Christian Falk sieht Schlager bei den Bayern.
„Es ist momentan etwas zerfahren. Er kam vertragslos mit einer Agentur, die viele Bayern-Spieler hat. Er weiß, was die anderen verdienen, kennt seine Rolle und Wichtigkeit. Er kann was verlangen. Er soll jetzt acht bis neun Millionen bekommen. Jetzt möchte er aufs nächste Level und verlangt vielleicht zwölf. Die Bayern wollen eher sparen. Ob sie das bei Laimer machen wollen, ist noch nicht klar.“
Christian Falk über die andauernden Vertragsverhandlungen um Konrad Laimer.
„Ich glaube, dass wir mit 3:2 weiterkommen. Wenn wir am Mittwoch die Bayern schlagen und nach Berlin fahren, gewinnen wir hoffentlich auch den Pokal.“
Marcel Schäfer glaubt an sein Team.
„Die Bayern lassen viel zu, haben aber auch eine Tormaschinerie. Sie werden sich das nicht nehmen lassen.“
Christian Falk sieht den Hunger der Bayern zu groß.