Meldung vom 03.02.2026
Lukas Müller, Angelino Zeller und Wolfgang Illek sprachen über die Herausforderungen im Alltag mit einer Querschnittslähmung und die ganz besonderen Momente des Wings for Life World Runs. Außerdem gewährte Andreas Goldberger Einblicke in seine neue Rolle als Lauf-Motivator. Die Fußball-Experten um Markus Babbel und Transfer-Insider Tobias Altschäffl ließen das Wintertransferfenster Revue passieren – und hatten aktuelle News um Dayot Upamecano.
WINGS FOR LIFE WORLD RUN
„Ich schaue, dass die Läufer mittels der App wirklich in Form bleiben. Man merkt gar nicht, dass man trainiert, so lustig ist es. Man kann den Lauf simulieren. Ich erkläre etwas zum Lauf und motiviere bei jedem geschafften Kilometer. Das steigert sich dann auch einmal ein bisschen.“
Andreas Goldberger über seine neue Rolle als Motivator.
„Es ist in den letzten zehn Jahren viel Gutes passiert. Mein Unterkörper hat keine Reaktion gezeigt. Dann begann eine lange Reise. Viel Reha hat viel bewirkt. Ich habe viel Glück gehabt, obwohl ich da viel Pech hatte. Ich bin froh, dass sich das halbwegs zum Guten gewendet hat.“
Lukas Müller hatte Glück im Unglück.
„Ich war zuvor mit Fieber im Bett. Dass das das Symbol war, wofür der Lauf steht, habe ich nicht bedacht. Dass das so einschlägt, war mir nicht bewusst.“
Lukas Müller über den Moment, als er beim Wings for Life World Run aus dem Rollstuhl aufstand.
„Die Entwicklung ist großartig. 2014 hatten wir 34.000 Läufer. Letztes Jahr waren es 310.000. Die Botschaft geht durch, es kommen wertvolle Spenden rein. Es ist super gut.“
Wolfgang Illek über die Größe des Wings for Life World Runs.
„Es ist mein Laufhighlight des Jahres. Es ist spektakulär. Ich danke dem, der ihn erfunden hat. Wenn man die Begeisterung sieht – auch von den Menschen im Rollstuhl. Das ist schon etwas Besonderes.“
Andreas Goldberger ist stolzer Markenbotschafter.
„Luki (Müller) motiviert mich. Ich bin immer im Training, aber nicht so ein Läufer. Ich bin froh, wenn mir die Beine nachher wehtun.“
Andreas Goldberger ist Motivator, wird aber auch motiviert.
„2017 hatte ich einen Paragliding-Unfall. Nach dem ersten Absturz haben wir es noch einmal probiert. Es ging viel Wind. Ich bin über dem Gipfelkreuz aufgestiegen. Der Wind war zu stark für meinen Schirm. Ich bin kurz vor der Landung von 20 Metern am Boden aufgeschlagen, wollte danach aufstehen. Es hat gekribbelt. Ich habe meine Beine nicht gespürt. Ich habe mir beim Unfall einen Brustwirbel verletzt. Ich kam danach in die Reha und habe viele Sportarten ausprobiert. Dann habe ich gemerkt, was mir Spaß macht.“
Angelino Zeller erzählt von einem Moment, der sein Leben veränderte.
„Das Felsklettern ist sehr speziell für mich. Das hätte ich mir vorher nie gedacht, dass das nur mit dem Oberkörper geht. Das gibt mir irrsinnig viel zurück. Es ist eine Grenzüberschreitung, weil ich nicht dachte, dass man sowas schaffen kann.“
Angelino Zeller ist von seinem Sport begeistert.
„Es verändert das ganze Leben. Für Familie und Freunde. Ich habe die Bilder meines Bruders vor Augen. Sein Blick gab mir aber so viel Kraft und Hoffnung. Ich bewundere den Kampfgeist eines jeden Rollstuhlfahrers.“
Ricarda Trupp.
„Jeder sieht, dass wir auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Niemand sieht, was dahintersteckt. Atemprobleme, niedriger Blutdruck oder auch Inkontinenz. Das muss jeder für sein Leben managen.“
Wolfgang Illek weiß, dass es auch unsichtbare Probleme gibt.
„Es ist unsere Motivation, dass wir alles geben. Jeder ist froh, dass wir so eine sinnvolle Arbeit machen dürfen. Querschnittslähmung kann jeden treffen. 50 Prozent der Querschnittslähmungen passieren im Straßenverkehr. 25 Prozent aus Unfällen und 22 Prozent aus Freizeitsport. Nur drei Prozent aus Extremsport. Die meisten waren nur zur falschen Zeit am falschen Ort.“
Anita Gerhardter erzählt.
„Am Anfang ist das erste Umfeld die Intensivstation. Die Familie kommt erst nach den Erstversorgungen und den Operationen. Ich konnte da dann alle beruhigen. Ich wusste, dass jemand für mich da ist. Nicht nur Einer, sondern Fünf oder Sechs. Ich war 42 Tage im Krankenhaus und 41 Tage hatte ich Besuch.“
Lukas Müller hatte viel Unterstützung.
„Freunde und Familie hat das fast mehr getroffen als mich. Für meine Eltern war das sehr einschneidend. Wenn man zusammengeschweißt ist und das Beste versucht draus zu machen, entwickelt es sich auch in diese Richtung. Wenn die Familie sieht, dass man selbst damit klarkommt, wird es für sie auch einfacher.“
Angelino Zeller weiß, dass auch das Umfeld mitleidet.
„Es ist sehr wichtig, dass man die kleinen Dinge am Anfang schätzt und daran Freude findet. Es ist so speziell, wie eingeschränkt man ist und wie viel Hilfe man braucht. Für viele bricht eine Welt zusammen. Das Leben geht aber weiter. Jeder hat es selbst in der Hand, was er draus macht. Es ist viel möglich.“
Angelino Zeller wendet sich an Gleichgesinnte.
„Natürlich ist es für mich eine Herausforderung. Noch mehr aber für meine Frau, weil ich nicht immer so mithelfen kann. Es ist aber wunderschön eine Familie zu haben. Sie gibt mir Kraft, weiterzumachen.“
Wolfgang Illek über sein Leben als Familienvater.
„Das Wichtigste ist Zusammenhalt. Nach dem Unfall von Florian bin ich jeden Tag noch dankbarer. Ich unterstütze ihn so gut wie es geht. Wenn man immer auf Hilfe angewiesen ist, wird klar, dass unsere Probleme nichtig sind. Wir fahren zwei bis drei Mal im Jahr weg. Seit er im Rollstuhl ist, hat uns das zusammengeschweißt. Wir sind ein super Team. Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt mal zwei Wochen weg bin. In den Bergen kann ich Kraft tanken. Auch unsere Mama hat ihr Leben hintenangestellt. Auch sein Freund Stefan hilft viel mit, wofür wir dankbar sind. Die Hoffnung, dass es Heilung gibt, bleibt durch Wings for Life.“
Ricarda Trupp über ihre Unterstützung für Bruder Florian Lechner.
„Jeder kann mitmachen. Allein der Start ist schon eine tolle Geschichte.“
Andreas Goldberger.
„Für den weltweiten Lauf gibt es keine Grenze. Die einzige Vorgabe ist die Zeit um 13 Uhr. Ich kann auch von zuhause weglaufen. In Österreich gibt es aber auch zehn organisierte App-Runs.“
Wolfgang Illek.
„Wir würden uns freuen. Wir haben noch genug Platz in unserem internationalen Team. Es gilt dieselbe Startzeit. Irgendwo ist es drei in der Früh. Jeder kann mitmachen und Gutes tun.“
Lukas Müller über den weltweiten Impact.
„Es ist mitreißend, jeder ist gut drauf. Man bekommt einen Motivationsschub. Ich kam weiter, als ich dachte. Ich bin kein Ausdauersportler, bin aber in einen Flow gekommen. Ich kann es jedem empfehlen beim Wings for Life World Run mitzumachen.“
Angelino Zeller ist kein Fan von Ausdauersport, erzählt von jedoch von einer Besonderheit.
„Es ist eine unglaublich tolle Stimmung. Jeder hat positive Energie und freut sich, etwas Gutes tun zu können. Wir sind ein eingespieltes Team von vier Leuten. Im Dezember beginnen die Vorbereitungen. Marc Pircher macht heuer eine Walkinggruppe. Wir wollen heuer 1.000 Läufer bei unserem App-Run haben.“
Ricarda Trupp über ihren App-Run in Saalfelden.
„Ich konnte sehr viel Ruhm ernten. 1.000 ist aber nur eine Zahl. Man muss durchhalten und verletzungsfrei bleiben. Ich durfte immer mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten. Trainern, Spielern und auch Red Bull.“
Thomas Raffl über seine Eishockey-Karriere.
„Die Zeit verging wie im Flug, habe vor den Spielen noch immer Schmetterlinge im Bauch. Für mich gibt es nichts Schöneres. Ich hoffe, noch lange weitermachen zu können.“
Thomas Raffl ist noch nicht fertig.
„Ich respektiere jeden Sportler. Cristiano Ronaldo hat noch sein eigenes Podest. Ich versuche, niemanden nachzuahmen.“
Thomas Raffl wagt keine Vergleiche.
„Es war immer ein Ziel, einmal mit meinem Bruder zusammenzuspielen. Dass es bei Red Bull Salzburg der Fall ist, hat uns enorm gefreut. Wir haben ein tolles Verhältnis, sind aber beide Gewinnertypen. Das ist nicht immer lustig und es gibt noch viel Arbeit.“
Thomas Raffl über das Engagement seines Bruders Michael.
„Red Bull arbeitet mit einem Künstler zusammen, der die Trikots designt. Dann werden sie an einem gewählten Spieltag eingesetzt und danach für den guten Zweck versteigert.“
Thomas Raffl erklärt die besonderen Trikot-Aktion des EC Red Bull Salzburg zugunsten des Wings for Life World Runs.
„Wir haben im letzten Jahr 1.500 Leute gehabt, die vom Volksgarten gestartet sind. Heuer wollen wir 2.000. Ich werde selbst am Start sein. Wir haben noch viel Platz in unserer Gruppe. Ich würde mich freuen.“
Thomas Raffl ruft zum Lauf auf.
„Solche Initiativen sind enorm wichtig. Es kommt nicht nur die Spende an, sondern auch die Botschaft von einer ganzen Mannschaft, die nach außen getragen wird.“
Wolfgang Illek honoriert die Botschaft eines ganzen Teams.
„Seit 2004 kämpft die Stiftung dafür, Wissen aufzubauen. Die Anwendung am Menschen ist der nächste Schritt. Länger Verletzten soll geholfen werden. Man soll einmal nur für eine Minute beobachten, wie wichtig die Finger sind. Diese Fertigkeit zu haben, das heilbar zu machen, wäre ein Meilenstein.“
Wolfgang Illek über die Wichtigkeit der Finger.
„Der Chip geht noch in den letzten Schritt, in die Zulassungsstudie. Wenn er zugelassen wird, kann man ihn am Markt allen Menschen verfügbar machen. Man sucht vergleichbare Patienten weltweit. Dadurch steigen aber auch die Kosten. Da kommt der Wings for Life World Run ins Spiel. Dadurch schaffen wir es, das Geld aufzustellen.“
Wolfgang Illek sieht einen wichtigen Meilenstein.
„Das macht so viel Hoffnung. Wenn bei Florian nur die Finger zurückkämen, würde das seines ganzen Lebens verändern.“
Ricarda Trupp hat Hoffnung.
„Ich habe heuer einen großen Wunsch. Wir haben in Österreich 28.000 Teilnehmer. Ich hoffe auf 90.000. Das wäre ein Prozent der österreichischen Bevölkerung.“
Anita Gerhardter hat ein Teilnehmerziel.
FUSSBALL – WINTERTRANSFERFENSTER
„Es ist immer eine spannende Zeit, es ist eine Halbjahresbilanz. Man merkt, dass man vielleicht nicht so gut aufgestellt ist.“
Markus Babbel ist von der Wintertransferperiode begeistert.
„Ich habe wegen der Upamecano-Thematik zuletzt die ganze Zeit telefoniert. Es ging um die Vertragsverlängerung. Die Berater haben gezögert, daraufhin hat der Verein das Angebot zurückgezogen. Upamecano kam dann auf den Verein zu, weil er bleiben wollte. Seine Berater wollten viel Geld. Jetzt unterschreibt er einen Vertrag bis 2030.“
Fabian Altschäffl über die Macht Upamecanos Berater.
„Er wird seinen Vertrag bis zum Sommer erfüllen. Dann werden sich die Wege trennen. Atletico Madrid hätte ihn schon gereizt.“
Fabian Knottnerus über Leon Goretzkas Wechselmöglichkeiten.
„Es würde mich überraschen, wenn er so denkt. Er hat sportliche Ziele. Er hat die Chance, heuer den Coup zu schaffen. Da will er dabei sein. Es ist eine saubere Geschichte. Man hat es sauber kommuniziert. Er bekommt einen gebührenden Abschied, den er verdient.“
Markus Babbel kennt den zielstrebigen Leon Goretzka.
„Es geht um einen Linksaußen, der neben Diaz, der jetzt 29 wird, kommen soll. Sie hätten gerne einen Diamande, der aber zu teuer ist. Sie wollen Geld in die Hand nehmen, haben sich aber noch nicht entschieden. Sie haben für Diaz keinen adäquaten Backup.“
Tobias Altschäffl weiß, dass die Bayern im Sommer Geld in die Hand nehmen wollen.
„Du brauchst für die ganz großen Titel einen Kader, der doppelt besetzt ist. Sie wollen nicht Serge Gnabry rüberstellen, weil das eben nicht die optimale Lösung ist. Es wäre fahrlässig, nicht über den Tellerrand zu schauen.“
Markus Babbel unterscheidet zwischen gut und sehr gut.
„Ich habe das am Anfang nicht gerade glauben können. Er hat einen sehr leistungsbezogenen Vertrag.“
Fabian Knottnerus über den Wechsel von Edin Dzeko zu Schalke 04.
„Ich kann es nachvollziehen. Er ist immer noch brutal gut. Bei der Fiorentina hat er nicht mehr ganz so viel Spielzeit bekommen. Er ist ein Name, bringt Erfahrung. Der Austausch mit dem Trainer war da auch entscheidend.“
Stefan Maierhofer über Miron Muslics Anteil am Dzeko-Wechsel.
„Er bringt Qualität und einen sportlichen Mehrwert. Sein erstes Tor war Weltklasse. Sie haben heuer wieder die Chance, den Aufstieg zu schaffen. Dazu kann er beitragen.“
Markus Babbel über Edin Dzekos Qualitäten.
„Ich weiß nicht, ob es der richtige Schritt ist. Die österreichische Liga ist der perfekte Markt. Erwachsenenfußball ist immer etwas anderes. Ich bin skeptisch. Es haben sich schon viele verwechselt.“
Markus Babbel ist unsicher, ob der Wechsel zu Liverpool der richtige für Ndukwe ist.
„Er hat eine überragende WM gespielt, ist Vizeweltmeister. Wenn er bei den Profis mittrainieren kann, ist das super, aber er braucht dann auch seine Einsatzminuten. Auch ein Wirtz hat als Millionentransfer Zeit gebraucht. In so jungen Jahren brauchst du Spiele.“
Stefan Maierhofer weiß, dass Ndukwe Spielzeit brauchen wird.
„Ich habe den Schritt nach Dänemark eh nicht verstanden. Er will sich für die WM präsentieren, hätte in Deutschland bleiben können. Er ist ein toller Stürmer, geiler Typ, Österreicher.“
Stefan Maierhofer ist Gregoritsch-Fan.
„Du brauchst das Vertrauen der Mannschaft, des Vereins, des Trainers. Wenn du dann triffst, ist das ein Brustlöser.“
Markus Babbel über den Start Michael Gregoritschs bei Augsburg.
„Er hat sich dazu entschieden, zu bleiben. Das kann man nachvollziehen. Es wird spannend, ob er nochmal auf sein Niveau kommt. Rangnick hätte sich für Alaba sicher eine Regelmäßigkeit erhofft.“
Markus Babbel über David Alaba.
„Er ist ein extrem wichtiger Spieler im Nationalteam. Wir brauchen ihn auf 90-95 Prozent. Wenn er jetzt nicht viel Zeit bekommt, ist es für uns nicht gut. Er wird den Vertrag bis Sommer dort aussitzen. Das könnte ihm dann für die höchste Prozentzahl bei der Nationalmannschaft fehlen.“
Stefan Maierhofer befürchtet David Alaba nicht auf seinem Leistungs-peak.
„Es dauert alles etwas länger. Konrad Laimer kam von einem anderen Gehaltsniveau, als jetzt seine Leistungen sind. Er ist der vielleicht beste Rechtsverteidiger der Liga. Er hat 8 bis 9 Millionen verdient und will jetzt 13 bis 14 Millionen haben. Sie können ihn kaum gehen lassen. Er ist so wichtig. Er ist variabel einsetzbar. Es dauert noch etwas, könnte aber der Höchstverdienende Österreicher werden. Fast wie Alaba in seinen Bestzeiten.“
Tobias Altschäffl über die Vertragsverlängerung Konrad Laimers.
„Egal wo er bisher war, hat er Erfolge gefeiert und tolle Arbeit geleistet. Ich wundere mich, dass die ganz Großen noch nicht angeklopft haben. Manchester United ist schon ein etwas komischer Verein. Mal sehen, ob das klappt.“
Markus Babbel sieht Oliver Glasner bei einem Top-Klub.
„Er hat mit Frankfurt die Europa League gewonnen, mit Crystal Palace den FA Cup. Er kann auch mit großen Vereinen um Titel mitspielen.“
Stefan Maierhofer über Oliver Glasners Potenzial.