Mont Blanc – König der Alpen "Bergwelten" am Mo., 05.05., ab 20:15 Uhr In den 1740er Jahren weckte der Mont Blanc (ital. Monte Bianco) erstmals das Interesse englischer Touristen, die von den Alpen mit ihren Gletscherwelten in den Bann gezogen wurden. Bergführer bilden seit Beginn dieses ersten touristischen Booms ein wichtiges gesellschaftliches und wirtschaftliches Rückgrat für Chamonix, an der Nordseite des mächtigen Gebirgsblocks. Ihretwegen kam und kommt die internationale Prominenz in das entlegene Tal, hier fanden 1924 die ersten Olympischen Winterspiele statt und hier wird, mit dem "Piolet d’Or", auch die wichtigste Auszeichnung des Alpinismus vergeben. Eine der größten alpinistischen Herausforderungen, der man sich auf dem Weg zum Gipfel des Mont Blanc stellen kann, ist der Aufstieg über den Peuterey-Grat. Vom Ort Peuterey im Val Veny im italienischen Aostatal zieht er sich 4.500 Meter direkt auf den Gipfel des Mont Blanc und ist damit längste Grat des gesamten Alpenbogens. Vier Tage muss man für diese brachiale Tour einplanen, die durch schwierigstes und brüchiges Klettergelände mit ausgesetzten Biwaks und bis zu 500m langen Abseilstellen führt. Hier ist universelles bergsteigerisches Können gefordert: bestechende Kondition, kletterspezifische Kraftausdauer, großes Selbstvertrauen und große alpine Erfahrung sind unerlässliche Grundvoraussetzungen. Der österreichische Bergführer und Alpinist, Heli Putz, kennt das Mont-Blanc Massiv von zahlreichen Reisen. Doch mit dem Peuterey-Grat hat er noch eine offene Rechnung – vor 35 Jahren musste er hier wegen Schlechtwetters umkehren. Nun will er, gemeinsam mit Seilpartner Stephan Siegrist, noch mal einen Versuch wagen. Doch extreme Ausgesetztheit des Grads erfordert absolut stabile Wetterbedingungen. Wer hier hasardiert, der setzt sein Leben aufs Spiel. Aber nicht nur am Peuterey-Grat, sondern überall am Mont Blanc ist Steinschlag zur großen Gefahr geworden. Steigende Temperaturen begünstigen die Erosion am Berg und sogar der Aufstieg über den technisch einfachen Normalweg ist wegen der extremen Steinschlaggefahr lebensgefährlich geworden. Und auch wenn die Schweizer Bergführer sich weigern, Leute an besonders gefährlichen Tagen auf den Gipfel zu führen, lassen sich unbelehrbare Touristen oft nicht von ihren Gipfelversuchen abhalten…