Daheim am Wasser – Von Lunz bis Litschau "Heimatleuchten" am Fr., 02.05., ab 20:15 Uhr In Gopprechts hat sich der Schmied Willi Ernszt sein kleines Paradies geschaffen. Erst vor einigen Jahren hat er eine baufällige Hammerschmiede erworben, die er nun liebevoll renoviert. Sein großer Traum ist, das alte Wasserrad wieder funktionstüchtig zu machen und Metall mit der Kraft des Wassers zu bearbeiten. Mit 19 Jahren ist Hannah Eisner die jüngste Müllermeisterin Österreichs. Sie hat ihre Berufung in der Dyk-Mühle gefunden, die mit Strom aus der hauseigenen Wasserkraft betrieben wird. Chefin Lisa Dyk setzt seit Jahren auf Biogetreide und Nachhaltigkeit. Frauenpower in einer Männerbranche! Andreas Digruber lebt und arbeitet seit 35 Jahren als Kraftwerkswart im abgeschiedenen Stierwaschboden-Kraftwerk am Fuße des Ötschers. Hier, in völliger Einsamkeit, hat er sein Leben der Stromerzeugung und dem Rhythmus der Natur verschrieben. Der Lunzer See in den Ybbstaler Alpen ist der einzige natürliche See Niederösterreichs – einst wegen seiner Kälte verschrien, ist er heute bei Sommerfrischlern beliebt. Die Familie Leichtfried betreibt gleichzeitig eine Landwirtschaft und einen Bootsverleih – das geht nur, wenn alle kräftig mit anpacken. Das legendäre Drachenbootrennen in Raabs an der Thaya verbindet nassen Spaß und sportliche Ambition und ist österreichweit das größte Event seiner Art. Das Derby bei den Damenmannschaften lautet: Die „Barbies“ vom Tennisverein Raabs gegen die „Sumsis“. Für die Barbies geht es um die Titelverteidigung und damit um die Ehre! Bernhard Berger hat seine Angelleidenschaft zum Beruf gemacht. Vom Flusskrebs bis zum riesigen Wels, der Fischökologe kennt die Geheimnisse des Ottensteiner Stausees wie kaum ein anderer. Beim Schnupperfischen gibt er seine Faszination an Kinder weiter. Und in der Waldviertler Region Gmünd wird seit 900 Jahren Fischzucht betrieben. Franziskus Seilern-Aspang, Nachkommen der gräflichen Schlossherren von Litschau, steht beim Abfischen höchstpersönlich im Gatsch eines Fischteichs. Seine Frau Amelie zeigt beim „Fischtanz“ mit einem Team von Gourmetköchen, was man aus Waldviertler Karpfen, Hechten und Welsen kulinarisch zaubern kann. Ohne Wasser läuft also nichts – aber was, wenn das Wasser knapp ist, wie in der trockenen Gegend um Hohenruppersdorf im südlichen Weinviertel? Naturweinpionier Michael Gindl bearbeitet seine Weingärten mit Pferden, inspiriert von uralten Methoden. Theresa, die sich mit Arbeitspferden bestens auskennt, hat ihn dabei unterstützt und ist so Teil seines Lebens geworden. Der Friedhof der Namenlosen an der Donau, dicht an der Wiener Stadtgrenze, ist Schauplatz vieler trauriger und berührender Geschichten. Josef Fuchs ist ehrenamtlicher Friedhofswärter. Seit drei Generationen bewahrt seine Familie die Erinnerungen an jene, die das Wasser einst angespült hat. Verbrechensopfer und Menschen, die sich das Leben genommen haben. Dem Tod wird im Wienerlied traditionell mit viel Sarkasmus begegnet. Erleben kann man das nicht nur in Wien, sondern vor allem beim Schrammelklang Festival am Herrensee in Litschau. Rund um den See wird flaniert, musiziert und getanzt. Mit eindrucksvollen Bildern, starken Persönlichkeiten und bewegenden Geschichten zeigt „Daheim am Wasser – von Lunz bis Litschau“, wie eng Leben, Arbeit und Leidenschaft mit den Gewässern Niederösterreichs verwoben sind. Eine Dokumentation voller Schönheit, Spannung und Überraschungen.