Willkommen in der Nachbarschaft – Eine Stadt für alle "Terra Mater" am Mi., 12.03., ab 20:15 Uhr Die Stadt wirkt oft wie ein Platz allein für Menschen. Doch ohne Grün und Tiere, die das städtische Ökosystem am Laufen halten, wird es in der Stadt auch für den Menschen ungemütlich. Sinchtbar sind Vögel, die Moskitos fressen und Füchse, die Ratten und Mäuse jagen. Versteckt leben unter der Erde die Bodeninsekten, Würmer und Schnecken, die Aas vertilgen, das Erdreich auflockern und oft erst das Pflanzenwachstum ermöglichen. Sie alle sorgen im ewigen Kreislauf dafür, dass Pflanzen die Stadt mit Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit versorgen, den Staub aus der Luft filtern und Lärm dämmen. Die Pflanzen saugen Wasser auf und verhindern damit Überschwemmungen und sie können eine Stadt um bis zu 15 Grad Celsius kühlen. Es ist klar, Stadt und Mensch brauchen Pflanzen und Tiere. Die Verdichtung und Versiegellung der Stadt hat dramatische Konsequenzen für Tiere und Menschen. Die Dokumentation zeigt, wie ein Projekt in New York City versucht, in der dichtbebauten Stadt den Anwohnern Zugang zu erschwinglichem frischen Gemüse zu verschaffen. Auf Parkplätzen und Dächern pflanzen Mitarbeiter von Project EATS Tomaten, Radieschen und Salatköpfe. In Südkorea haben Wissenschaftler ermittelt, dass der Zugang zu Grünflächen das Risiko von Herzerkrankungen veringert. Allein der psychologische Effekt von Grün hält Menschen gesünder. Und für die Artenvielfalt haben sogar Privatgärten eine Relevanz. Eine Schweizer Studie zeigt, dass ein Großteil aller Bodenlebewesen auch in Gärten vorkommt. Immerhin haben Privatgärten in einigen Ländern einen Flächenanteil der manchmal sogar dem der Naturschutzgebiete ähnlich ist. Folge zwei der zweiteiligen Dokumentation von Heiko De Groot.